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Rhein-Erft-Rundschau vom 08. Juni 2010
Starke Klänge und Erzähltöne
Der Oratorienchor hat den „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der Vochemer Kirche St. Matthäus aufgeführt. Das Werk, das 1836 in Düsseldorf beim 18. Niederrheinischen Musikfest erstmals erklang, handelt vom Leben und Wirken des Apostels Paulus.
Paulus wandelte sich vom grausamen Saulus zum christlichen Missionar wandelt. Den Text aus Bibelworten und Chorälen, den Mendelssohns Freund, der Theologe Julius Schubring, verfasste, setzte der Komponist nahezu Wort für Wort in Musik um.
Das ausgesprochen melodische, oft liedhaft erzählerische Werk kommt Chören und Solisten entgegen, stellt aber auch Anforderungen an deren musikalisches Gestaltungsvermögen. Der Oratorienchor Brühl, obwohl im Sopran leicht unterbesetzt, meisterte die Aufgabe bravourös. Dirigent Michael Ostrzyga verlangte mit lebhaften Gesten und sprechenden Händen Lautstärken- und Tempowechsel, Dramatik und Verinnerlichung, weite gesangliche Bögen und andächtige Töne bis an die Grenze des Flüsterns. Die Stimmgruppen waren klar geführt, und die Artikulation war so gut, dass die kraftvollen Texte in der voll besetzten Kirche verständlich waren.
Dem Chor kommen in Mendelssohns „Paulus“-Oratorium gleich zwei Aufgaben zu: die klassische Aufgabe eines Oratorienchores, die Handlung zu kommentieren, und die Funktion eines so genannten Turba-Chores, der Menschengruppen darstellt, in diesem Werk das Volk, das wütet: „Steinigt ihn. Er lästert Gott.“ Gemeint ist der Märtyrer Stephanus, an dessen Tod Paulus noch als Saulus, „Wohlgefallen“ findet.
Aber auch der Stimme des Herrn verlieh der Chor mit hellen schwebenden, fast geisterhaften Tönen Ausdruck. Das begleitende Neue Rheinische Kammerorchester war eine wertvolle Stütze der auf starke Klangfarben und eine große Bandbreite von Erzählmodi Wert legenden Interpretation des „Paulus“ durch den Oratorienchor.
Solisten überzeugten
Bei den Solisten fielen die Sopranistin Cecilia Acs und der Tenor Mirko Roschkowski durch ihre schönen lyrischen und in den hohen Tönen mit sicherer Kraft geführten Stimmen auf. Michael Dahmen verfügt zwar über einen schönen lyrischen Bariton, der durchaus auch die Entschlossenheit des Paulus, den Auftrag Gottes anzunehmen, ausdrückt. Doch weckten die von dem Bariton übernommenen Basspartien den Wunsch nach mehr volltönender Tiefe und durchschlagender Stimmkraft. Die Mezzosopranistin Almuth Herbst war lediglich mit einem Alt-Rezitativ und -Arioso im „Paulus“ beschäftigt. Der Sängerin gelang es, die Oratorienaufführung um eine interessante Klangfarbe zu bereichern.
Aus den Chorreihen übernahmen zudem die beiden jungen Bassisten Artur Grywatzik und Sebastian Auer die Darstellung der falschen Zeugen, Grywatzik trat im zweiten Teil des Oratoriums, der eine Predigt ist, noch mit einer Solopartie innerhalb des Chores hervor. Die hörenswerte Aufführung wurde mit langem Applaus gewürdigt.
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Kölner Stadtanzeiger vom 20. April 2010
Inspiriert von einem einsamen Kirchlein
FESTIVAL II Michael Ostrzygas "Virgen de las Nieves" wurde in Brauweiler uraufgeführtDas ambitionierte Festival, das in der Abtei Brauweiler vier Tage lang Strömungen in der Neuen Musik nachspürte, ging zu Ende mit einem gut besuchten Kirchenkonzert in der Abtei. Werke von sechs verschiedenen zeitgenössischen Komponisten erklangen, darunter auch gleich mehrere in deutscher Erstaufführung.
Ausgezeichneter Chor
Sogar eine Uraufführung wurde geboten: das A-cappella-Chorwerk "Virgen de las Nieves" von Michael Ostrzyga. Der lebt in Brühl und leitet den Oratorienchor Brühl, im Hauptberuf ist er Kölner Universitätsmusikdirektor. Mit dem ausgezeichnetem Kammerchor des Collegium musicum der Universität Köln gestaltete er denn auch die Kernpunkte des Programms an diesem Abend. Sein eigenes Werk, das nach einem einleitenden, der Gregorianik verpflichteten Satz für zwei Chöre und zwei Orgeln von Großmeister Arvo Pärt gleich zu Beginn des spannenden Programms vorgestellt wurde, ließ an Ausdrucksstärke und chorischer Finesse nichts zu wünschen übrig. Ein einsames Kirchlein auf Lanzarote, in dem die "Jungfrau vom Schnee" verehrt wird, hat den Komponisten inspiriert, die Eindrücke des Ortes in Klänge von Ruhe und Frieden, aber auch Dramatik und schneidender Einsamkeit zu fassen.
Ein Sopran-Solo trat hinzu, als von dem Schotten James MacMillan "Christus Vincit" ertönte, komponiert für die riesige barocke Londoner St. Paul's Cathedral und ein Klanggebäude, das sich in großen, halligen Räumen erst richtig entfalten kann. So beeindruckte auch diese Kostprobe des Chores, bevor dan Festival-Leiter Falko Steinbach als Komponist selbst zum Zuge kam: "Spero lucem" - "ich erhoffe Licht" war das Motto des ganzen Abends un der Titel eines Solostücks für Sopran und Orgel, das Marlene Mild und Margret Hoppe sehr eindrucksvoll umsetzten.Groß besetztes Werk
Danach gab es bei der Communio aus Steinbachs "Thomasmesse" (2003 komponiert für die Kölner Agneskirche) ein groß besetztes Werk mit einem Orchester aus Oboe, vier Blockflöten, Kontrabass und Schlagwerk, bei dem der Komponist eine "diffuse Melange" aus Sinnsuche und Glaubenszweifel in Töne setzen wollte, wie er im Programmheft erläuterte.
Ebenfalls groß angelegt der folgende Ausschnitt aus "Ultima Diei Oratorio" des Italieners Massimo Berzolla - vergleichsweise eingängige, gefühlvolle Musik, in der dem Tod friedvoll und abgeklärt begegnet wird. In dem abschließenden Werk der Moskauer Komponistin Marina Voinova wurde die orthodoxe zeitgenössische Kirchenmusik repräsentiert: Zunächst leitete ein "Senza" betitelter Satz für Flöte und Orgel (Christiane Menke und Laura Kalnina) in ihre Klangwelt über, dann gestaltete der Chor gemeinsam mit Marlene Mild, Schlagwerk und Orgel "Lacrymosa" aus dem Jahre 2008 - eine Musik, die trotz ihrer modernen Wirkung auf dem Boden der Tradition steht und unter die Haut geht.
Der Ausspruch der großen russischen Komponistin Sofia Gubaidulina: "Es gibt keinen ernsthaften Grund mehr zu komponieren außer den einer spirituellen Erneuerung", von Falko Steinbach eingangs zitiert, wurde mit diesem Konzert auf das Eindrucksvollste unterstrichen. -
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Kölner Stadtanzeiger vom 26. Januar 2010
Über die Uraufführung des Orgelwerks „Trinity – Tripelvariationen (Image)”, dass der Ev. Kirchenverband Köln und Region zur Einweihung der neuen Orgel in der Trinitatiskirche Köln in Auftrag gegeben hat.
Ein Instrument der Superlative
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Kurz nach der durch Chor und einem Instrumentalensemble dargebotenen Bach-Kantate „Höchsterwünschtes Freudenfest” kam der definitive Höhepunkt des Abends: die Uraufführung des Orgelkonzerts „Trinity – Tripelvariationen (Image)”, das der Kölner Michael Ostrzyga extra für diesen Anlass geschrieben hatte.
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„Dieses Stück ist gar nicht auf allen Orgeln spielbar, ich wollte hiermit auch die Möglichkeiten des Instruments aufzeigen”, so Ostrzyga. Dies gelang ihm mit Bravour: Nach Verhallen der letzten Töne erhob sich ein beeindruckender Applaus für ihn und den Organisten Johannes Geffert. -
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Rhein-Erft Rundschau vom 9.11.2009
Oratorienchor entfaltet klangvolle Leuchtkraft
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„Gib und Frieden” lautete der Titel des Konzertes in der Pfarrkirche St. Margareta, bei dem die Choristen und ihr Dirigent Michael Ostrzyga Motetten der Barockzeit und zeitgenössische Kompositionen von Arvo Pärt miteinander verbanden.
Das großbesetzte Flötenensemble Coro Monte Zavelli unter der Leitung von Hildegard Zavelberg bestritt die instrumentalen Zwischenspiele…
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Tiefes Gottvertrauen spricht aus den mehrstimmigen geistlichen Gesängen, die der bestens vorbereitete Oratorienchor vortrug. Große Sicherheit und Stimmschönheit bewiesen die Sängerinnen und Sänger bei den unbegleiteten Liedern. Auch den erhöhten Anforderungen, die Arvo Pärt stellt, zeigten sie sich vollauf gewachsen. Michael Ostrzyga erzielte trotz des Übergewichts an Frauenstimmen einen ausgewogenen, fein differenzierten Gesamtklang.
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Der estnische Komponiste Arvo Pärt (Jahrgang 1935) kam gleich mehrfach zu Wort; bei den Werken, denen man seine Vorliebe für Gregorianik anmerkt, bewies der Chor Einfühlungsvermögen und Stilempfinden.
Große innere Anteilnahme sprach aus der Interpretation von „Wir glauben all an einen Gott” von Andreas Raselius. Sehr empfindsam war hier die musikalische Gestaltung, an der auch der Coro Monte Zavelli maßgeblich beteiligt war.
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Kölner Stadtanzeiger vom 29.10.2009
Jungfrau Maria und Moorleiche
Konzert in St. Georg Kölner Vokalsolisten überraschen mit seltenen FundstückenDie Kölner Vokalsolisten widmen sich einer besonders kniffligen, dabei überraschend vielfältigen Spielart: Die Sängerinnen und Sänger interpretieren vokale Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Damit hat das 2007 gegründete Ensemble in Köln eine Lücke gefüllt. Jetzt stellte es in St. Georg sein drittes Programm vor, „Amore e morte” – Liebe und Tod, Hauptthemen in Musik aller Zeiten, gingen denkwürdige Verbindungen ein, bis hin zum Kreuzestod und zur Erschaffung der Welt.
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Es gab wieder Uraufführungen, von Jan Masanetz, Hauke Berheide und dem Kölner Universitätsmusikdirektor Michael Ostrzyga, der dies sechs Sänger auch leitete.
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Schon der älteste Zyklus war eine Entdeckung: „Sacred and Profane” von Benjamin Britten. Er schuf 1975, kurz vor seinem Tod, über mittelalterliche Texte einen frivolen Totentanz mit Jungfrau Maria und Moorleiche.
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Auch Ostrzyga nimmt sich die Bibel vor. Im Ensemblestück „sieben erste (und letzte) Worte” umschlingt er letzte Worte von Jesus am Kreuz mit Zitaten der Schöpfungsgeschichte. Die Sprache zerbröselt am Ende, die Musik erlischt.
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Großer Beifall für Musik, die nur selten zu hören ist. -
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Aachener Zeitung vom 30.7.2009
Kultur in Körrenzigs alter Kirche
Kammerchor des Collegium musicum begeister beim KonzertVor einem Jahr hat der Kammerchor des „collegium musicum” an der Universität zu Köln seine Probenarbeit aufgenommen und in dieser kurzen Zeit bereits Beachtliches erreicht. Unter der Leitung von Michael Ostrzyga widmen sich die rund 30 bis 40 Sänger mit viel Engagement der A-cappella-Literatur und oratorischen Werken. Durch die intensive Zusammenarbeit des Ensembles ist ein eindrucksvoller Klangkörper entstanden, der einen Vergleich mit anderen Kammerchören nicht zu scheuen braucht. „Wir suchen die Herausforderung”, erklärte Michael Ostrzyga, der mit seinem Chor die Konzertreihe „Kultur in der Alten Kirche Körrenzig” bereicherte. „Psalmen und Motetten”, also geistliches Liedgut, standen auf dem Programm. Das Ensemble spannte einen Bogen von den gregorianischen Gesängen über das 19. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Der Schwerpunkt lag auf Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. „Warum toben die Heiden” (2. Psalm), „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen” (22. Psalm) und zum Abschluss „Richte mich, Gott” (43. Psalm) wurden umrahmt mit Werken von Brahms, Schein, MacMillan, Sisask und Rachmaninoff. Die Stücke waren so ausgewählt, dass sie miteinander sowohl textlich als auch musikalisch in Korrespondenz traten. Neben dem harmonischen Gesamtbild des Chores, waren auch die verschiedenen Solopartien hervorragend besetzt.
Mit diesem Konzert setzte der Verein „Rettet die Alte Kirche” einen weiteren Glanzpunkt in seiner bisher sehr erfolgreichen Veranstaltungsreihe. Das Publikum, dass zahlreich erschienen war, dankte es dem Veranstalter und vor allem den Künstlern mit einem lang anhaltenden Applaus und entließ die Sänger erst nach einer Zugabe. -
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über ein Konzert der Kölner Kantorei, in dem das Volksliedarrangement „Alle Vögel sind schon da” aufgeführt wurde
Euskirchener Stadtanzeiger vom 22.6.2009
Lied vom Kuckuck im Calypso-Rhythmus
Die Kölner Kantorei unter Leitung von Volker Hempfling präsentierte Volksweisen in frischen Arrangements. Das 31-köpfige Ensemble verlebte ein Proben-Wochenende in Marmagen und gab dort ein Konzert.
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Das Konzert der Kölner Kantorei trug den Titel „Deutsche Volkslieder, Lore-Ley”. Wer aufgrund dieser Überschrift eine dröge Aneinanderreihung von deutschen Volksweisen befürchtete, lag total daneben. Die 31 Aktiven der Kölner Kantorei schafften es, ihre Zuhörer in der vollbesetzten Kirche über eine Stunde lang mit ihrer beeindruckenden Performance halten.
Grund für den hinreißenden Vortrag waren zum einen die perfekt aufeinander abgestimmten und ausgezeichnet eingesungenen Stimmen der Ausführenden, zum zweiten lag der außerordentliche Reiz in der Auswahl der Arrangements. Fast ausschließlich für Sätze zeitgenössischer Komponisten hatte sich Volker Hempfling entschieden. So erklang der Klassiker „Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald” im Calypsostil. Diesen prächtigen Chorsatz dachte sich der 1960 geborene Komponist Peter Schindler aus.Mindestens genauso knackig wie der Kuckuck kamen Amsel, Drossel, Fink und Star in dem Lied „Alle Vögel sind schon da” daher. Der 1975 geborene Komponist Michael Ostrzyga ließ die Choristen darin nicht nur singen, sondern die Melodie streckenweise auch pfeifen. Unweigerlich schaute man sich als Zuschauer verstohlen um, ob nicht doch ein echter Vogel an einem der Kirchenfenster Platz genommen hatte und den Titel zwitschernd begleitete. Immer wieder brandete den Akteuren begeisterter Applaus entgegen.
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über ein von Ostrzyga geleitetes Orchesterkonzert in Limburg
Frankfurter Neue Presse, 23.06.2009
Ein wunderbares Orchester
Junge Musiker aus Köln überzeugten in der Domäne Blumenrod
Von Matthias Böhnke
Beim zweiten Konzert des Limburger Orchesterfestivals war das Sinfonieorchester der Universität Köln zu Gast.
Limburg. Gewissermaßen in einer neuen Welt, einer Halle im ehemaligen Ausbesserungswerk der Bahn am Bahnhof, hätte eigentlich das zweite Konzert des diesjährigen Limburger Orchesterfestivals stattfinden sollen. Kurzfristig entschied man sich jedoch gegen akustische Experimente und setzte auf den gewohnten Saal der freien evangelischen Gemeinde in der Domäne Blumenrod, wo Moderator Christoph Schlott vom veranstaltenden Institut «Terra Incognita» am Samstag das Sinfonieorchester der Universität zu Köln begrüßen konnte, das stattdessen ganz im musikalischen Sinne in die neue Welt entführte.
«Meeresstille und glückliche Fahrt»
Mit dem Titel «überSee» wurden die drei Werke des Abends passend zusammengefasst: Mendelssohns Konzertouvertüre «Meeresstille und glückliche Fahrt» basiert auf gleichnamigen Gedichten Goethes und begann zunächst ruhig und von Streichern dominiert, während Einwürfe der Bläser an laute Schiffssirenen erinnerten. Die Fahrt wurde allmählich aufbrausender und stimmungsvoller, wobei die musikalischen Themen schön in den Celli und den Bläsern herausgestellt wurden. Pauken und glanzvolle Trompeten erzählten abschließend die Ankunft im Zielhafen.
Mit einem Klarinettenkonzert des amerikanischen Komponisten Aaron Copland (1900-1990) folgte Musik aus der neuen Welt. Die zwei ineinander übergehenden Sätze des Werkes, die von Streichern, Harfe und Klavier gespielt wurden, waren deutlich vom modernen Jazz beeinflusst. Eine sensationelle Leistung vollbrachte der 24-jährige Solist Nicolai Pfeffer (Student an der Musikhochschule Köln), der bei seinem bewegungsintensiven und rhythmisch höchst anspruchsvollen Spiel der Klarinette ungeahnte Töne in Höhe und Tiefe abverlangte.
Wunderbar auch das Orchester, das die Themen im Wechselspiel mit dem Soloinstrument lebendig aufgriff und auch dank des inspirierenden Dirigats von Michael Ostrzyga (seit vergangenem Jahr Universitätsmusikdirektor in Köln) über sich hinauswuchs.
Nachdem die Musiker mit einem Kriegsmarsch aus Beethovens Ritterballett aus der Pause zurückriefen, widmete sich der zweite Teil des Konzertes ganz der 9. Sinfonie in e-Moll «Aus der neuen Welt» von Antonín Dvorák, der sie Ende des 19. Jahrhunderts während eines dreijährigen Amerikaaufenthaltes wegen der Berufung zum Direktor des Musik-Nationalkonservatoriums in New York schrieb. Ihren Beinamen verdankt sie deutlichen Anklängen an amerikanische Volkslieder in ihren Themen, wenngleich Dvorák selbst betonte, keine amerikanische Musik geschrieben zu haben und auch Einflüsse seiner böhmischen Heimat verarbeitete. Es gilt als Herausforderung ein derart bekanntes Werk, das als Höhepunkt der romantischen Sinfonie angesehen wird, komplett aufzuführen.
Insgesamt gelang den Kölnern eine überzeugende, an vielen Stellen sogar meisterliche Interpretation mit einem recht flotten Tempo im ersten Satz, der gleich mit drei der bekannten Themen aufwartete. Ein wunderschön ruhiges Piano beim Largo im zweiten Satz, hier allerdings kleine Unsicherheiten bei den Hörnern. Zum großen Finale im vierten Satz wurden zahlreiche Themen wieder aufgegriffen und zu einem wirkungsvollen Schluss zusammengeführt, dem sich der begeisterte Applaus des Publikums anschloss.
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über ein Konzert des Kammerchores Consono, in dem IUPPITER aufgeführt wurde
Köln Bonner Musikkalender, 28.6.2009
Chormusik mit verblüffender Klarheit und Präzsion
Chormusik in glasklarer, sozusagen „instrumentaler” Präzision hört man gewiss nicht alle Tage; der in Köln beheimatete Kammerchor Consono und sein Leiter Harald Jers haben sich dieser heiklen Aufgabe verschworen und präsentierten Beispiele ihrer erstaunlichen (und inzwischen vielerorts erfolgreichen und preisgekrönten) Kunst in der Petersberg-Rotunde über Königswinter, wo höchste Klangkultur und Schönheit mit der umgebenden Natur aufs Herrlichste zusammen stimmten.
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So geriet denn dieser Chor-Abend zu einer Lehrstunde dessen, was man mit (guten) Stimmen erreichen kann, aber auch dafür, wie interessant und spannend es auch heute noch auf diesem Gebiet zugeht, waren es doch einige der neuesten Stücke wie etwa „Coriolis” des Kanadiers John Nobles oder „Juppiter” aus der Feder des in Deutschland wirkenden Michael Ostrzyga, die hier den nachhaltigsten Erfolg verbuchen konnten.
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über ein Chorkonzert im Rahmen des Schleswig Holstein Musik Festival, in dem „Harmonia” uraufgeführt wurde
Flensburger Tageblatt vom 3.8.2009
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„Daß Fried im Lande ist” – Kerstin Thiemes Vertonung eines Textes aus dem Dreißigjährigen Krieg hatte der Nacht ihren Titel gegeben und unter Leitung des Hamburger Dirigenten Cornelius Trantow reihte sich eine musikalische Perle an die nächste, darunter Michael Ostrzygas „Neues Werk”, eine SHMF-Auftragsarbeit, Arnold Schönbergs „Friede auf Erden”, Hugo Distlers „Die Soldatenbraut” und „Der Tambour” (Mörike Liederbuch) und die wunderbaren Mendelssohn-Werke „Mitten wir im Leben sind” und „Hör mein Bitten” – allesamt für einen großen Abend geschaffen und vorgetragen.
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über ein Chorkonzert im Rahmen des Schleswig Holstein Musik Festival, in dem „Harmonia” uraufgeführt wurde
Leuchtende Soprane, Bässe mit großer Tiefenwirkung
Festival-Chor sang im Lübecker Dom unter der Leitung von Cornelius TrantowKieler Nachrichten, 3.8.2009
Lübeck - Schon dem vierten Dirigenten folgte der Festival-Chor dieses Sommers; und das sichtlich gern und hörbar vorzüglich: Cornelius Trantow hatte für das Nachtkonzert im Lübecker Dom unter dem Titel Daß Fried im Land ist ein kniffliges a-cappella-Programm einstudiert.
In den vokalen Kommentaren zur deutschen Geschichte dominierte das 20. Jahrhundert. Trantow griff nur mit zwei Mendelssohn-Weisen auf romantische Bewegtheit zurück, der die knapp 50 SHMF-Sänger und Sängerinnen vieler Nationen mit rundem Klangbild entsprachen. Zwei Distler-Sätze aus dem Mörike-Buch konnten in dem riesigen Raum ihre deklamatorischen Feinheiten nicht entfalten.
Die hohe Schule des Chorgesangs nahm an Intensität zu. Zwischen leuchtenden Sopranen und Bässen mit großer Tiefenwirkung wurden die Harmonien zerrieben: Rudolf Mauerbergers Trauermotette mit ihrer Archaik und Arnold Schönbergs aufrüttelnde Motette Friede auf Erden führten in die Gegenwart. Und da ließ die Chorakademie Unerhörtes vernehmen. Kerstin Thiemes titelgebende Motette teilte sich bis zu siebenstimmigem Jubel. Michael Ostrzyga (Jahrgang 1975) machte mit Harmonia - Uraufführung des SHMF-Auftragswerks - staunen, welche Klangmöglichkeiten sich offenbaren, wenn der Minimalismus die Kehlen instrumental führt. Wolfram Buchenbergs
Als vil in Gote zwingt jeden Sänger zur Eigenständigkeit im großen Ganzen. Und Petr Ebens Prager Te Deum berührte tief in dem ihm eigenen ernsthaften Expressionismus. -
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über ein Chorkonzert im Rahmen des Schleswig Holstein Musik Festivals, in dem Harmonia uraufgeführt wurde
Unser Lübeck, 4.8.2009
„Daß Fried im Lande ist…” - Nachtkonzert
Standing ovations um Mitternacht im Dom. Und während viele im Stehen der Zugabe „Verleih uns Frieden” für Chor und Orgel von F. Mendelssohn Bartholdy lauschen, breitet sich tatsächlich für Momente rundherum als Abrundung zu einem äußerst imposanten Konzert eine beruhigende, friedvolle Stimmung im Auditorium aus und entlässt InterpretInnen wie Zuhörende in die milde Sommernacht.
Was hier in zwei Stunden an Chorwerken geboten worden ist, lässt sich wahrlich nicht mit jedem, nicht einmal unbedingt mit sehr guten Chören musizieren.
…Es will auch gelernt sein, sich innerhalb des Chores während des Gesanges immer wieder mit eigenen Stimmgabeln die richtigen Tonhöhen zu vergegenwärtigen, wie es bei Michael Ostrzygas „Harmonia”, ein Auftragswerk des SHMF, notwendig ist. Summen und Pfeifen durchbricht diese ungewöhnliche Komposition, die ihre Wirkung durch dunkle Vokalfärbungen bei unsteten Rhythmen und freitonalen Passagen bezieht, überwiegend leise gehalten ist und schließlich, nach nur einem kurzen Forte, wie im Nichts entschwindet. Im Anschluss erscheint auf der Bühne der Komponist selbst und wird, wie übrigens auch der Chor nach jedem Stück, mit großem Applaus bedacht.
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Generalanzeiger Bonn vom 26. Januar 2oo9, Feuilleton
„Sag mir die Wahrheit über die Liebe”
Bonner Konzerte: Von Jazz bis Klassik, vom Todesfall-Blues bis zur Sinfonie "Aus der Neuen Welt"Universität
In Bonn ist er kein Unbekannter. Jahrelang hat Michael Ostrzyga die Ensembles des hiesigen Collegium musicum als Korrepetitor begleitet und als Chor- und Orchesterleiter deutliche Akzente gesetzt. Seit 2oo8 fungiert er in Köln als Universitätsmusikdirektor, genau jene Position also, in der er seinen hiesigen Amtskollegen Walter Mik unterstützt hat. Was lag da also näher, als mit dem neuen Klangkörper an den alten Wirkungsort zurückzukehren. „Aus der Neuen Welt” hatte das Sinfonieorchester des Kölner Collegium musicum sein Konzert betitelt und mit dem Klarinettenkonzert von Aaron Copland und Antonin Dvoraks sinfonischer Hommage an seine zeitweilige Wirkungsstätte zwei gewichtige Werke ausgesucht.
Coplands vom Jazz inspiriertes Konzert spielte man mit bemerkenswerter Lässigkeit, vor allem im zweiten, rhythmisch vertrackten Satz. Ostrzyga sorgte für den nötigen Drive und stachelte sein hier nur mit Streichern besetztes Orchester dazu an, über sich hinauszuwachsen. Schade war nur, dass der Klang der Streicher nicht immer homogen war. Dafür hinterließ Solist Nicolai Pfeffer einen ausgezeichneten Eindruck.
Nach der Pause dann Dvoraks Sinfonie „Aus der Neuen Welt”. Auch hier zeigte sich Ostrzygas Gabe, das Orchester immer zu neuen Gipfelerstürmungen zu motivieren. -
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Rhein-Erft Rundschau vom 2.12.2oo8
Bewegende Akzente gesetzt
Chor sang Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saensvon Hanna Styrie
Mit Musik der französischen Spätromantik bot der Oratorienchor Brühl am 1. Advent ein mit Bedacht ausgewähltes Programm, das dem Oratorio de Noel von Camille Saint-Saens selten zu hörende geistliche Gesänge in wechselnden Besetzungen voranstellte.
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Chorleiter Michael Ostrzyga setzte auf ein schlankes Klangbild, wie man bereits bei der Motette „Quam dilectam” op. 148 bemerken konnte, mit der die Sänger ihr Konzert eröffneten.
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Bei „Maria, Mater gratiae” op. 47,2 bewährten sich die Männer, die hier mit großer Innigkeit sangen, während bei der „Messe Basse” die Frauenstimmen eine schöne Leuchtkraft entwickelten.
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Die Musik [des Oratorio de Noel] ist eher schlicht und von verhaltener Expressivität, beeindruckt aber durch elegante melodische Linien. Michael Ostrzyga führte alle Beteiligten sicher und ohne jeden Überdruck durch das Werk, so dass der lyrische Charakter gefühlvoll zum Ausdruck kam. Der Chor bewältigte seine Aufgaben stimmschön und konzentriert; besonders klangvoll und freudig gelang das Gloria.
Dem „Quare fremerunt” begegnete der Oratorienchor mit der gebotenen Leidenschaft.
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Immer wieder gab es bewegende, von Schlichtheit geprägte Momente, an denen die Harfenistin ihren Anteil hatte, die im Dialog mit der Orgel weihevolle Romantik versprühte und stimmungsvolle musikalische Akzente setzte. Der Schlusschor „Tollite hostias” war eine lebendige Huldigung, die frisch und engagiert vorgetragen wurde. -
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Kölner Stadtanzeiger vom 2.12.2oo8
Süffig, frisch und sehr präsent
Der Oratorienchor präsentierte Musik der französischen SpätromantikDie Pfarrkirche St. Margareta wurde ganz in süffige Klänge der französischen Spätromantik getaucht, Musik von Camille Saint-Saens und seinem Meisterschüler Gabriel Fauré schmeichelte sich in die Ohren und Herzen der zahlreichen Zuhörer...
Das Ergebnis war ein frischer, sehr präsenter Chorklang.
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Vor allem aber zeigten sich der Männerchor (nur 14 Männer, die aber alle hörbar auf dem Posten waren) mit „Maria, mater gratiae” und der Frauenchor mit der „Messe Basse”. Beide Werke ließen erkennen, dass der neue Chorleiter eine sehr wohltuende Strategie verfolgt, aus den einzelnen Stimmen das Beste herauszuholen. -
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Kölner Stadt-Anzeiger, Rhein-Berg, 5.11.2oo8
[JUBILäUMSKONZERT DER KöLNER KANTOREI ZUM 4o. GEBURTSTAG]
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Neu und noch nie gehört war Michael Ostrzygas „Iuppiter” , das Clustergebilde, das lautmalerischen Sprachumgang und Geräusche zu einem schwierigen und komplexen Gebilde kombiniert.
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Kölnische Rundschau, Köln, Kultur, 5.11.2oo8
Aufs ewig helle Licht konzentriert
Konzert zum 4o. der Kölner Kantorei...
Ein Satz von Michael Ostrzyga (1975) mit dem Titel "Iuppiter" zeigte exemplarisch den erweiterten Horizont des modernen Choristenvokabulars auf, im Schieben von Mikrointervallen, geräuschhaften Luftrhythmen, Klatschen und Pfeifen inklusive. Ostrzyga fächerte seinen Licht-Klang 16-stimmig auseinander... -
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Kölner Stadtanzeiger vom 7./8. Juni 2oo8, Kultur
Vorhang auf für mehr!
Michael Ostrzyga, Musikdirektor der Kölner Uni, dirigiert sein Antrittskonzert.von Rainer Nonnenmann
„Eine Symphonie in vier Sätzen, aber jeder Satz von einem anderen Komponisten.” In seinem ersten Konzert mit dem Collegium musicum setzte Michael Ostrzyga drei bekannte Ouvertüren und eine Uraufführung auf die Agenda.
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Auch über die Qualität und den Nachwuchs des Orchesters kann sich der Dirigent nicht beklagen. Das Collegium musicum füllte die Bühne der Universitätsaula bis in den letzten Winkel.
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So konnten in Beethovens „Egmont”-Ouvertüre vor allem die Bläser und in der Fuge des „Zauberflöten”-Vorspiels die Streicher ihr Können zeigen. Nach nur zweimonatigem Kennenlernen gelang Orchester und Dirigent damit ein vielversprechender Auftakt. Vorhang auf für mehr! -
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Rhein-Zeitung vom 18.9.2oo7
Stimmgewaltiger Auftakt der Moselfestwochen
Kammerchor Consono experimentierte mit der Akustik der Stiftskirche Münstermaifeld...
Lautmalerisch vertont das Stück „Iuppiter” des Kölner Komponisten Michael Ostrzyga Blitze, Donner und Wolkenbrüche. Die Beinamen der römischen Gottheit und deren etymologische Herkunft werden im Flüsterton, in hymnischer Form oder im schnellen Sprechgesang zu Gehör gebracht – häufig begleitet von einem Summen, das bis zur Dominanz anschwillt und sich schließlich wieder zu einem kaum hörbaren Ton reduziert. Nicht alle dargebotenen Stücke reizten die Experimentierfreude derart aus... -
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Kölner Stadtanzeiger vom 27. Mai 2oo8
Chor, Orchester und Solisten als Einheit
Mendelssohn Bartholdys „Elias” wurde zu einem beeindruckenden ErlebnisAm Sonntagabend präsentierte der Oratorienchor Brühl gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Michael Ostrzyga den „Elias” in der Kirche St. Matthäus Brühl-Vochem, in der kein Platz freigeblieben war.
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Man ist als Zuhörer schnell versunken in der alttestamentarischen Geschichte des Propheten Elias, und ganz gleich, ob man den abgedruckten Text mitverfolgte oder sich einfach der Musik hingab – diese „Elias”-Aufführung wurde so oder zum Erlebnis.
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je länger das Werk dauerte, umso mehr verschmolzen Chor, Orchester und Solisten unter Michael Ostrzyga zu einer Einheit. Es fällt schwer, aus einer solch homogenen und ganzheitlichen Aufführung einzelne Höhepunkte herauszunehmen, wenngleich es derer vieler gab, wie beispielsweise das Terzett der drei Engel und das Quartett mit Chor im zweiten Teil des Oratoriums. Als der „Elias” nach einer triumphalen Schlussfuge endete, spürte man die ganze Begeisterung und Berührung des Publikums nach dieser in allen Belangen eindrucksvollen Aufführung. -
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Rhein-Erft-Rundschau vom 27. Mai 2oo8
Spannendes Altes Testament
Brühler Oratorienchor führte „Elias” von Mendelssohn auf...
Michael Ostrzyga, der den Chor seit 2oo7 leitet, hatte seine Sängerinnen und Sänger glänzend auf den Abend eingestimmt. Einsatz und Dynamik klappten tadellos. Auch das Orchester, die Neue Philharmonie Westfalen aus dem Ruhrgebiet, fügte sich harmonisch ein.
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Mendelssohns Musik lebt ganz im Spannungsfeld von überbordender Emphase und spannungsvoller Dramatik und sanften, ganz lyrischen Passagen. Diese Wechsel meisterten Chor und Orchester hervorragend und konnten die flirrende Spannung der Musik überzeugend vermitteln. -
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Rhein-Erft-Rundschau vom 27. November 2oo7
Eindringlich und ohne falsches Pathos
Oratorienchor Brühl führte Messe von Dvorak auf – Konzert-Debüt des neuen DirigentenDie große Sängerschar, die um einige junge Männerstimmen verstärkt wurde, machte dem jungen Dirigenten dabei alle Ehre.
Große Ausstrahlung bezieht die Komponisten [Janacek: Otcenas] aus der einprägsamen Melodik, die der Oratorienchor, der in tschechischer Sprache sang, feinsinnig zu Gehör brachte.
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Sehr konzentriert und mit großer Einsatzfreude gingen die Choristen anschließend die knapp gefasste Dvorak-Messe [D-Dur] an. Unter Michael Ostrzygas eindeutigem Dirigat und dank der stützenden Orgelstimme durch Johannes Trümpler gelang eine durchweg überzeugende Interpretation... -
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Kölner Stadt-Anzeiger vom 26.11.2oo7
[KONZERT DES ORATORIENCHORS BRüHL MIT DER
D-DUR MESSE VON DVORAK UND DEM OTCENAS VON JANACEK]...
Begonnen wurde mit Leos Janáceks „Otcenás”, einer etwas mehr als zehnminütigen Meditation über das Vater unser...
Der Chor durchmaß das Werk in einem konzentrierten pianissimo, aber auch der Aufschrei auf dem Vers „unser täglich Brot gib uns heute” wurde gekonnt umgesetzt als Verzweiflungsruf mit fast apokalyptischer Dimension. Schön auch der massive „Amen”- Schlussakkord, hier ließ der Chorleiter die Klangfülle des etwa 8o Sängerinnen und Sänger starken Chores punktgenau erstrahlen... -
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Generalanzeiger Bonn vom 1o. Juli 2oo7, Feuilleton
Kraft und Zartheit KONZERT Mittelalter-Impressionen mit dem Collegium musicum
von Guido Krawinkel
Mittelalter total hieß es in Poppelsdorf. Mit einem geistlich-weltlichen Spektakel beschloss der Chor des Collegium musicum der Universität das Sommersemester. Den Auftakt zum mittelalterlichen Spektakulum bildete ein Konzert in der Poppelsdorfer Kirche St. Sebastian, das der geistlichen Seite des Abends vorbehalten war. Zumeist waren hier die Frauenstimmen des Chores unter Michael Ostrzygas sehr subtiler Leitung mit Gesängen und Motetten von Hildegard von Bingen, Leonel Power und anonymer Meister zu hören. Ostrzygas Dirigat hielt die Frauenstimmen durch die Formung regelrechter Klanggesten stets dazu an, sehr differenziert der Struktur des Textes zu folgen.
Durch das ausgesprochen homogene und sehr gut geformte Klangbild vor allem der Frauenschola erfuhren die Gesänge eine ausgezeichnete, stellenweise sogar entrückende Wiedergabe.
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Generalanzeiger Bonn vom 26.6.2oo6
Ensemble „sforzato” in der Trinitatiskirche
Gleich ein paar Korken ließ das Ensemble ”sforzato” zu der etwas verspäteten Gratulationskur für einen gewissen Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus aus Salzburg knallen: ”Enchanté Amadé!” lautete das Motto eines von Peter Stein, Violine, Nicole Ferrein, Sopran, Michael Ostrzyga, Klavier und Annette Reichwald, Flöte glänzend präsentierten Programms mit Musik von und über Mozart. -
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Siegener Rundschau vom 8.5.2oo6
[PERFORMANCE MIT URAFUFFüHRUNGEN VON MICHAEL OSTRZYGA IM MUSEUM FüR
GEGENWARTSKUNST SIEGEN IM RAHMEN DES WESTFäLISCHEN MUSIKFESTES DES WDR]So herzhaft ist in einem Museum wohl kaum je gelacht, so begeistert selten applaudiert worden...
Mehr als 2oo Zuhörer und Zuschauer folgten den Tönen. Sie erlebten beispielsweise ein siebenstimmiges „Wolkenspiel” und ein verwirrendes „Namens-Kaleidoskop” im wundervoll hallenden Treppenhaus oder eine Art ironischer Chorfantasie unter dem Titel „Red Cape Sketches”, komponiert vom Kölner Komponisten, Pianisten und Dirigenten Michael Ostrzyga. Die „roten Umhänge” im Titel verwiesen auf Comic-Helden á la Superman. -
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Bonner Rundschau, 7.7.2005
Die Wandlung vom Saulus zum Paulus
Schöne Wiedergabe des Mendelssohn-Oratoriums in der Aula der UniversitätBesucherzahl, Werk und die klangliche Realisierung standen beim Konzert in der Aula der Universität Bonn in bestem Verhältnis...
In der straff geführten, oft temporeichen Interpretation von Ostrzyga waren die musikalisch- kompositorischen Elemente dieses geistlichen Werks gut auszumachen. Der in die zeitliche Ferne schweifende, musikalisch historisierende Blick der Romantik, die Sensibilität für den Klang ebenso wie Felix Mendelssohn-Bartholdys untrügliches Gespür fürs Melodische... -
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General-Anzeiger Bonn vom 7.7.2oo5
Schaustück für einen engagierten Chor
Mendelssohns „Paulus” in der Uni...
Der Chor des Collegium musicum, der zusammen mit dem Akademischen Orchester der Universität das Oratorium zum Semesterabschluss in der Uni-Aula aufführte, realisierte die Chorpartien mit stimmlicher Kraft, klanglicher Brillanz und leidenschaftlichem Engagement. Mit organisch sich entfaltenden, immer zu Ende gedachten Phrasen führten die Sänger und Sängerinnen die Hörer durch die Musik. Erregte Dynamik waltete in den Szenen rund um die Steinigung des Stephanus, anrührende Schlichtheit sprach aus den Chorälen, federnde, drahtige Leichtigkeit entwirrte fugierte Partien wie etwa „Denn alle Heiden”. Quirlig und agil spielte das Akademische Orchester...unter Leitung von Michael Ostrzyga. Bei Orchester überzeugte vor allem das exakte, filigrane und klangschöne Spiel. -
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Kölner Stadtanzeiger, 16.9.2oo4
[KONZERT IM RAHMEN DES EDUARD-MöRIKE-FEST VOM 1o.-12. SEPTEMBER 2oo4 MIT NICOLE FERREIN (SOPRAN) UND MICHAEL OSTRZYGA (KLAVIER)]
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Am dichtesten spürte man die Lyrik bei den fünf von Hugo Wolf vertonten Liedern, die die Sopranistin Nicole Ferrein vortrug. Bemerkenswert war die Uraufführung einer in dunkelsten Tönen gehaltenen Komposition mit Fragmenten des Gedichtes „Nächtliche Fahrt” von Michael Ostrzyga, der die Sängerin auf dem Klavier begleitete. -
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Westfälische Allgemeine Zeitung vom 13.11.2oo1
von Alexander Kulosa
Mal romantisch, mal witzig: Klavierduo-Duo überzeugt mit ausgefeiltem Spiel
Diane Amann und Michael Ostrzyga in der ASG - AulaEin sehr schöner Klavierabend gelang den Pianisten Diane Amann und Michael Ostrzyga am Sonntag...
Allein spielte Michael Ostrzyga Robert Schumanns Kinderszenen, in denen er ein ausgewogenes Klangbild zeigte und trotz der Weitgriffigkeit noch die Melodien ganz auskostete. Gelungen war auch seine Eigenkomposition „Ezechiel”, die an den Stil von Messiaen anknüpfte; in einem oft meditativen Stück machten lang verklingende Noten Obertöne hörbar, durchmaßen den Raum...
Gemeinsam überzeugten beide in der Bagatelle op. 7o, Nr. 3 von Ernst Krenek. Das hintergründige Spiel mit der tonalen Tradition, die mit scharfen Dissonanzen wechselte, wurde gut umgesetzt. Ein Höhepunkt waren die vier Stücke op. 85 von Schumann, unter denen das schwierige „Versteckens” im witzigen staccato hervorstach...
















